| Sonntag, 01 November 2009 | |
Melzer hat seine Schokoladenfabrik
Jürgen Melzer schreibt in der Wiener Stadthalle mit dem 6:4, 6:3-Finalsieg über Marin Cilic ein Stück österreichische Sportgeschichte. Melzer - powererd by emotion - auf sportnet.at.
![]() |
GEPA pictures |
Zugegeben, auch mein Tennis-Herz schlägt bei "Matchball Melzer" beträchtlich höher. Der in den letzten Tagen immer öfter zitierte, historische Erfolg ist nur noch einen Ballwechsel entfernt. 1988 hatte der leider schon verstorbene Horst Skoff als letzter und bis dato einziger Österreicher das prestigeträchtige Turnier in der Wiener Stadthalle gewonnen.
Damals war ich noch knackige drei Jahre alt, hatte vom Tennis freilich noch keinen blassen Schimmer. Dennoch kann ich mit den älteren Semestern auf den Rängen ein wenig mitfühlen, kann mir vorstellen, wie es vor 21 Jahren gewesen sein muss. 2009 bin ich unter Tausenden anderen Zeuge eines Erfolges, den viele nicht für möglich hielten.
Melzer: "Das Beste, was mir je passiert ist"
Jürgen Melzer, Stadthallensieger. "Das klingt sehr gut", lächelt der Champion verschmitzt. Einblick in seine Gefühlswelt kann der Niederösterreicher wenige Minuten nach der Erfüllung seines Kindheitstraumes noch nicht wirklich geben. Eines kann Melzer aber gewiss sagen: "Das ist das Beste, was mir in meiner Karriere bislang passiert ist." Der Einzug in sein achtes ATP-Tour-Finale war schon so etwas wie ein Zuckerl. "Der Turniersieg ist die ganze Schokoladenfabrik", strahlt der 28-jährige.
Die Top 20 im Visier
Der Lohn für die harte Arbeitswoche kann sich sehen lassen. Für seine fünf Einzel-Siege streift der Daviscupper einen Scheck über 86.500 Euro ein. An das Geld denkt Melzer bei seinem emotionalen Triumph nicht eine Sekunde. "Ganz ehrlich, selbst wenn ich keinen Cent dafür bekommen hätte, wäre es das wert gewesen", sagt der Deutsch-Wagramer offen. In der Rangliste dürfte es Melzer wieder unter die besten 30 Tennisspieler der Welt spülen.
Kein Duell mit Köllerer
Mit dem richtungsweisenden Erfolg in Wien hat der Jukic-Freund jedoch Blut geleckt. "Der Weg in die Top 20 sollte möglich sein", gibt "Melzer reloaded" selbstbewusst zu Protokoll. Die nötigen Punkte werden dafür heuer nicht mehr eingefahren. Das Erstrundenduell mit Daniel Köllerer in Basel lässt er sausen. "Die Ärtze haben mir von weiteren Turnierstarts abgeraten. Ich will aufgrund meiner Ferse nichts mehr riskieren, voll fit in die Vorbereitung gehen." Zuvor steht natürlich noch Urlaub mit seiner Herz-Dame Mirna auf dem Programm - und eine kleine Siegesparty Sonntag Abend. "Im kleineren Kreis, aber ich weiß noch nicht wo."
Damals war ich noch knackige drei Jahre alt, hatte vom Tennis freilich noch keinen blassen Schimmer. Dennoch kann ich mit den älteren Semestern auf den Rängen ein wenig mitfühlen, kann mir vorstellen, wie es vor 21 Jahren gewesen sein muss. 2009 bin ich unter Tausenden anderen Zeuge eines Erfolges, den viele nicht für möglich hielten.
Melzer: "Das Beste, was mir je passiert ist"
Jürgen Melzer, Stadthallensieger. "Das klingt sehr gut", lächelt der Champion verschmitzt. Einblick in seine Gefühlswelt kann der Niederösterreicher wenige Minuten nach der Erfüllung seines Kindheitstraumes noch nicht wirklich geben. Eines kann Melzer aber gewiss sagen: "Das ist das Beste, was mir in meiner Karriere bislang passiert ist." Der Einzug in sein achtes ATP-Tour-Finale war schon so etwas wie ein Zuckerl. "Der Turniersieg ist die ganze Schokoladenfabrik", strahlt der 28-jährige.
Die Top 20 im Visier
Der Lohn für die harte Arbeitswoche kann sich sehen lassen. Für seine fünf Einzel-Siege streift der Daviscupper einen Scheck über 86.500 Euro ein. An das Geld denkt Melzer bei seinem emotionalen Triumph nicht eine Sekunde. "Ganz ehrlich, selbst wenn ich keinen Cent dafür bekommen hätte, wäre es das wert gewesen", sagt der Deutsch-Wagramer offen. In der Rangliste dürfte es Melzer wieder unter die besten 30 Tennisspieler der Welt spülen.
Kein Duell mit Köllerer
Mit dem richtungsweisenden Erfolg in Wien hat der Jukic-Freund jedoch Blut geleckt. "Der Weg in die Top 20 sollte möglich sein", gibt "Melzer reloaded" selbstbewusst zu Protokoll. Die nötigen Punkte werden dafür heuer nicht mehr eingefahren. Das Erstrundenduell mit Daniel Köllerer in Basel lässt er sausen. "Die Ärtze haben mir von weiteren Turnierstarts abgeraten. Ich will aufgrund meiner Ferse nichts mehr riskieren, voll fit in die Vorbereitung gehen." Zuvor steht natürlich noch Urlaub mit seiner Herz-Dame Mirna auf dem Programm - und eine kleine Siegesparty Sonntag Abend. "Im kleineren Kreis, aber ich weiß noch nicht wo."
Bewerten Sie diesen Artikel:
--
++

Zur Bewertung klicken Sie mit Ihrer Maus auf den entsprechenden Stern.



