Donnerstag, 29 Oktober 2009

Köllerer: "Dann hätte ich alle Schläger zertrümmert"

Für Daniel Köllerer nimmt das -Stadthallen-Turnier am Donnerstag ein Ende. Bei der 3:6, 3:6-Niederlage gegen Feliciano Lopez findet der Publikums-Liebling nie wirklich zu seinem Spiel. "Crazy Dani" im Talk.
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Dass Daniel Köllerer ratlos ist, kommt nicht oft vor. Donnerstag Nachmittag ist er es trotzdem. Der Grund: Feliciano Lopez. "Ich will nicht sagen, dass ich ihn unterschätzt habe, das wäre arrogant. Aber ich hätte nicht gedacht, dass er von der Grundlinie so viel Druck macht. Im Fernsehen hat das viel langsamer ausgesehen", staunt der 26-Jährige nicht schlecht.

Mit krachendem Aufschlag, knallharter Vorhand und giftigem Rückhand-Slice arbeitet Lopez Österreichs Nummer zwei regelrecht auf. Köllerer agiert ungewohnt fehleranfällig. "Ich habe extrem viele unnötige Fehler gemacht, war viel zu passiv", weiß der Welser, der sich vor allem von der Service-Stärke des Spaniers beeindruckt zeigt. "Der serviert wie ein Schwein."

"Nur" ein Schläger weniger
Die Ratlosigkeit geht sogar so weit, dass Köllerer im zweiten Satz bei 3:4 für ihn untypisch einige Male ans Netz stürmt. "Ich habe nicht mehr so recht gewusst, was ich machen soll, wollte irgendwas ändern. Nach dem Break zum 3:5 habe ich nicht mehr an den Sieg geglaubt", gibt der Oberösterreicher offen zu.

Das Match gegen Lopez ist für Köllerer nicht nur spielerisch, sondern auch auf emotionaler Ebene ein schwieriges. Im ersten Satz muss nach dem Aufschlagverlust zum 3:4 ein Schläger dran glauben. "Wär`s nicht Wien gewesen, ich hätte alle Schläger zertrümmert und keinen mehr in der Tasche", merkt "Crazy Dani" scherzend an.

Mit einem Schläger weniger im Gepäck nimmt das ÖTV-Ass demnächst den Flieger nach Basel, wo für das einstige "Enfant terrible" des heimischen Tennis-Sports das letzte Turnier des Jahres auf dem Programm steht. Die Fans in der Wiener Stadthalle freuen sich jedenfalls schon heute auf 2010 - mit Daniel Köllerer.

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