Dienstag, 27 Oktober 2009

Haider-Maurer versteht kein Spanisch

Nach Stefan Koubek ist am zweiten Hauptbewerbstag der -BA-Trophy in der Wiener Stadthalle auch Andreas Haider-Maurer ausgeschieden. Dem Niederösterreicher wird sein Aufschlag zum Verhängnis.
Hand aufs Herz. Es wäre schon eine Überraschung der größeren Kategorie gewesen, hätte Andreas Haider-Maurer die zweite Runde von Wien erreicht. Der Konkurrent des Niederösterreichers war auch eine größere Nummer - nicht nur aufgrund seiner Statur. Feliciano Lopez gilt als ausgewiesener Spezialist für schnelle Böden und Hallen. In der Bundeshauptstadt fühlt er sich ohnehin wohl, wie sein Turniersieg 2004 imposant belegt.

So betrachtet durfte man mit einer 4:6, 4:6-Niederlage des Zwettlers also rechnen. Haider-Maurer geht nach dem Spiel dennoch hart mit sich ins Gericht. "Ich kann nicht zufrieden sein. Der Aufschlag, in letzter Zeit eigentlich meine größte Stärk, hat mich eineinhalb Sätze komplett verlassen", ärgert sich der 22-Jährige. Tatsächlich plagt sich "AHM" mit seinem Service wahrlich ab. Im ersten Satz landet nicht einmal jeder dritte 1. Aufschlag im Feld. Das würde zumeist nicht nur auf der ATP-Tour eben nicht reichen.

Hochgesteckte Ziele
Trotz des frühen Ausscheidens am Vogelweidplatz kann Haider-Maurer auf ein gutes Jahr zurückblicken. Als Nummer 332 in die Saison gestartet, findet sich der Groß-Gerungser momentan auf Platz 184 der Rangliste wieder. "Ich war sehr zufrieden, ehe ich mir im Juli einen dreifachen Bänderriss in der Fußsohle zugezogen habe. In den letzten drei Monaten konnte der Rechtshänder nur vier Turniere spielen. "Sonst würde ich wohl noch besser dastehen", weiß Haider-Maurer, der seit Januar nicht mehr in der Südstadt, sondern privat in Innsbruck trainiert.

"Dort ist das Training viel individueller, es wird alles auf mich abgestimmt", berichtet der Hoffnungsträger von der Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Coach Karel van Wyk. Vor Ort stehen ihm heimische Trainingspartner wie Thomas Schießling oder Johannes Ager zur Verfügung. "Aber ich habe es auch nach München, wo zum Beispiel Philipp Kohlschreiber trainiert, oder Italien nicht weit."

Das langfristige Ziel Haider-Maurers sind freilich die Top 100 sowie die fixe Qualifikation für Grand-Slam-Hauptbewerbe. Zuletzt durfte der 22-Jährige als Sparring Partner beim Daviscup in Chile Weltklasse-Luft inhalieren. Insofern nur logisch, dass der Weg lieber früher als später auch Richtung Daviscup-Fixplatz führen soll.

Bewerten Sie diesen Artikel: --SchlechtNicht so gutOkGutHervorragend++
Zur Bewertung klicken Sie mit Ihrer Maus auf den entsprechenden Stern.

Mehr Tennis auf MSN

marach, kubot, masters (GEPA pictures)

Wer kann dieses Duo schlagen? Oliver Marach und Lukasz Kubot gewinnen auch ihr zweites Gruppenspiel beim ATP-Doppel-Masters in London gegen Mirnyi/Ram mit 4:6, 6:4, 16:14 und haben beste Chancen auf ein Semifinal-Ticket.