Samstag, 24 Oktober 2009

Zettel: Ein zweiter Platz, der wie ein Sieg zählt

Starke Vorstellung von Kathrin Zettel beim -Weltcup-Auftakt in Sölden: Die Niederösterreicherin wird beim Riesentorlauf um nur eine Hundertstel Sekunde von Tanja Poutiainen geschlagen.
slide, sölden
GEPA pictures
Wochenlang hatte Kathrin Zettel über den Sommer gegrübelt. Eine Entzündung der Patellasehne im linken Knie machte Schneetraining bis Anfang September unmöglich. "Erst Mitte August konnte ich mit den Beinen wieder was machen, da habe ich angefangen, Muskelaufbau zu machen, zu belasten und zu steigern." Sechs Wochen später lacht Kathrin Zettel mit der Söldener Sonne schon wieder um die Wette.

Zwar sind die Knieprobleme noch immer nicht gänzlich verschwunden, fit genug fühlt sich die Göstlingerin aber dennoch. Nur ein Fehler im Mittelteil verhinderte die Wiederholung ihres Vorjahrestriumphs. "Das ist alles ein Traum. Der Sommer samt dem Trainingsrückstand war wirklich eine zache Zeit. Ich muss mich bei allen bedanken, die dies ermöglicht haben", grinst Zettel im Zielraum.

Poutiainen lacht vom obersten Podest
Überstrahlt wird Zettel nur von Tanja Poutiainen. Die Finnin ist gerade einmal eine Hundertstel Sekunde schneller als der ÖSV-Star und feiert nach mehreren starken Vorstellungen in Sölden ihren ersten Sieg am Gletscher. "Ich war mir nicht sicher, ob ich so einen schnellen zweiten Lauf fahren kann. Ich bin einfach glücklich, dass mir auch hier ein Sieg gelungen ist", betont die Skandinavierin, die im Vorjahr die Riesentorlauf-Disziplinenwertung gewinnen konnte.

Michi Kirchgasser scheidet als Sechste des ersten Durchgangs mit Zwischenbestzeit aus. Zweitschnellste Österreicherin ist folglich Stefanie Köhle als Elfte. Auch Eva-Maria Brem (14.) und Elisabeth Görgl (15.) landen unter den Top 15. Überschattet wird das Rennen von Niki Hosps folgenschwerem Unfall.

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