Dienstag, 13 Oktober 2009

Der "Herminator" tritt unter Tränen ab

Berührender Abschied von Österreichs größtem -Ski-Helden aller Zeiten. "Ich habe mich entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen", sagt Hermann Maier. Danach brechen bei ihm alle Dämme.
hermann maier
GEPA pictures
"Hallo und Griaß Eich" - so beginnt Hermann Maier seine große Abschiedsrede im Rahmen einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Dienstag in der Wiener Hofburg. "Es war letztendlich eine spontane Entscheidung. Ich habe letzte Woche trainiert, es lief alles nach Plan, ich war körperlich in sehr gutem Zustand."

Der "Herminator" weint
"Dennoch", setzt er fort, "dennoch oder gerade deshalb habe ich mich..." Dann bricht der "Herminator" in Tränen aus. Fast eine Minute bewegende Stille. "Ich habe mich entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen."

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"Ich trenne mich von meinem Traumberuf"
"Ich wollte meine Entscheidung in einem guten körperlichen Zustand treffen", beschreibt Maier die letzten Tage und Wochen. "In Hinblick auf mein weiteres Leben habe ich entschlossen, dass es so besser ist."

Die Entscheidung ist ihm dennoch sehr schwer gefallen: "Ich trenne mich von meinem Traumberuf. Ich hatte Erfolge, die ich mir als Bub niemals erträumen konnte", sagt Maier. Fast entschuldigend fügt er hinzu: "Ich habe nicht gedacht, dass ich so emotional sein werde."

Wahnsinns-Karriere
Maier ist spätestens seit seinem berühmten Sturz bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano und den darauffolgenden zwei Goldmedaillen eine Legende. 2001 verlor er bei einem Motorrad-Unfall beinahe ein Bein, schaffte zwei Jahre später aber ein vielumjubeltes Comeback.

Neben den Erfolgen bei Olympischen Spielen holte Maier auch bei Weltmeisterschaften drei Goldmedaillen und gewann vier Mal den Gesamtweltcup. Den letzten von insgesamt 54 Weltcup-Siegen feierte der "Herminator" am 30. November 2008 im Super-G von Lake Louise.

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