Fechten

Press Association
Ein Fechter zeigt sein Schwert.
Fechten
Die Geschichte des rekordträchtigen Fechtsports ist eng mit der der modernen Olympischen Spiele verbunden.
Das Fechten ist eine der vier Sportarten, die bei bisher allen modernen Spielen vertreten war. Es war außerdem eine der wenigen Disziplinen, die vor den 1980er Profisportler zuließ. Der Gründer der modernen Olympischen Spiele, Baron Pierre de Coubertin, legte fest, dass Profi-Fechter, auch 'Masters' genannt, antreten durften.
Einer der besten olympischen Fechter der Sportgeschichte hält darüber hinaus auch einen einzigartigen Medaillenrekord. Schwimmen und Turnen können mit Michael Phelps und Larysa Latynina jeweils mit Athleten prahlen, die während ihrer Karriere insgesamt die meisten Medaillen gewonnen haben. Der ungarische Fechter Aladar Gerevich ist jedoch der einzige Athlet in der Sportgeschichte, der im selben olympischen Wettbewerb sechs Mal hintereinander Gold geholt hat - eine Leistung die er zwischen 1932 und 1960 im Herren-Säbel Mannschaftswettbewerb vollbrachte. Sein letztes Gold gewann er im Alter von 50 Jahren.
Der Fechtsport war neuen technologischen Entwicklungen gegenüber schon immer aufgeschlossen. So entwickelte sich über die Jahre die charakteristische Schutzkleidung, bestehend aus Maske, Schutzanzug und Handschuhen.
Eine wichtige Neuerung ist die elektronische Trefferanzeige, die durch Sensoren in den Fechtanzügen die Trefferpunkte zählt.
Männer und Frauen treten jeweils mit den Waffen Florett, Degen und Säbel an. Frauen nehmen seit 1924 beim olympischen Fechten teil.
Die Form der Klinge und die erlaubten Trefferflächen sind bei jeder Waffengattung verschieden, doch die Anforderungen an die Fechter bleiben im Prinzip gleich: Schnelligkeit, taktisches Denken und Wendigkeit sind gefragt, um den Gegner zu überlisten, Treffer zu erzielen und gleichzeitig den Angriffen des Gegners auszuweichen.
Sowohl Männer als auch Frauen treten in allen Waffengattungen in Einzelwettkämpfen an. Mannschaftswettbewerbe finden für beide Geschlechter im Florettfechten statt, sowie für die Herren Säbelfechten und für die Damen im Degenfechten.
Im Einzelwettkampf treten die Fechter in Duellen aus drei jeweils drei Minuten langen Gefechten gegeneinander an. Gewinner ist, wer zuerst 15 Treffer erzielt oder am Ende der drei Runden die meisten Trefferpunkte hat. Sollte es nach drei Runden unentschieden stehen, so wird eine weitere Minute gefochten, wobei der erste Treffer zum Sieg führt.
In den Mannschaftswettbewerben duellieren sich jeweils drei Fechter über neun Gefechte mit ihren Gegnern. Die Mannschaft, die zuerst 45 Trefferpunkte erreicht, gewinnt.
Alle 10 olympischen Medaillenwettbewerbe werden nach dem Ausscheidungsprinzip ausgetragen. Die Duelle finden auf einer 14 m langen und 1,5 m breiten Fechtbahn statt.
Neueste Meldungen
Vor dem Abflug zu den Paralympics in London hat die deutsche Starterin Ilke Wyludda die unterschiedlichen Prämienzahlungen für behinderte und nichtbehinderte Sportler heftig kritisiert. "Der Behindertensport hat in Deutschland leider Gottes immer noch nicht den Stellenwert, den er verdient", sagte die Diskus-Olympiasiegerin von 1996.
umfrage
Was waren Ihrer Meinung nach die besten Olympischen Spiele der letzten 20 Jahre?
- 34 %London 2012
50 Stimmen - 14 %Peking 2008
21 Stimmen - 10 %Athen 2004
14 Stimmen - 23 %Sydney 2000
33 Stimmen - 6 %Atlanta 1996
9 Stimmen - 13 %Barcelona 1992
19 Stimmen
Antworten insgesamt: 146
Umfrage nicht repräsentativ. Resultate werden regelmäßig aktualisiert.
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