Donnerstag, 05 November 2009

Austria: 10 starke Minuten reichen Werder!

Im Regen von Bremen drängt die Austria Werder an den Rand einer Niederlage. Wegen Glanztaten von Goalie Wiese, mangelnder Effektivität und einer starken Grün-Weißen Schlußphase verpasst Violett den Sieg. Dazu patzt der Schiri zweimal deutlich!
Fußball, Europaleague, Austria, Bremen
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18 Spiele sind die Bremer nun schon ohne Niederlage. Doch ersatzgeschwächt ohne Pizarro und Frings ziehen die Violetten vor allem dank einer dicht und gut stehenden Defensive den Bremern fast den Nerv. Am Ende aber eben nur fast!

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Leovac gibt gegen Bremen Debüt
Dabei hat auch FAK-Coach Karl Daxbacher vor dem Match Verletzungssorgen. Standfest, Suttner und kurzfristig auch Ortlechner (krank) sind ausgefallen. So spielt eine Austria-Elf, wie man sie diese Saison noch nie gesehen hat.

Klein rechts hinten. Links kommt der 21-Jährige Leovac ausgerechnet im Bremen zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz und macht seine Sache gut. Liendl darf genauso überraschend wie Aufräumer Hattenberger (statt Baumgartlinger) im Mittelfeld ran.

Gerade der Einsatz des kampfstarken Tirolers macht sich bezahlt. Denn Bremen hat zwar mehr Ballbesitz und Spielanteile. Echte Chancen lassen die Veilchen aber nicht zu. Die Austria ist dem Führungs- und Siegtreffer lange viel näher, hat zahlreiche echte Topchancen. Und das im Weser-Stadion!

Austria nicht effektiv! Elfmeter wird nicht gegeben!
Am Ende muss man deshalb aus FAK-Sicht unzufrieden sein. Der Sieg vor 1.700 lautstarken mitgereisten Austria-Fans war mehr als möglich. Das Team scheitert an der Effektivität. Die Chancenauswertung ist mangelhaft. Wer eine deutsche Spitzenmannschaft auswärts schlagen will, muss zumindest eine der Möglichkeiten verwerten. Dazu reagiert Werder-Goalie Wiese mehrmals blendend.

Die Top-Chancen der Reihe nach: Acimovic scheitert an Wiese nach Traumpass von Junuzovic (17.). Einen Sulimani-Schuss wehrt der Goalie nach Liendl-Vorlage über die Latte ab (26.). Bei einem Fritz-Foul an Leovac hätte man Elfmeter geben können. Kurz vor der Pause fasst sich Leovac ein Herz und zieht ab (42.). Nach dem Seitenwechsel köpfelt Bak beinahe zur Führung (47.). Wiese rettet da und auch bei einem Schuss von Liendl aus kurzer Distanz (58.).

Bremer Doppelschlag killt die Austria! 1:0 ist Abseits!
Am Ende bewahrheitet sich die alte Weisheit: Wer seine Chancen nicht nützt und fahrlässig damit umgeht, bekommt am Ende die Gegentore! Zuerst scheitern noch Rosenberg und Borowski (79.). Dann treffen eben jener Borowski (81.) und der eingewechselte Almeida (84.). Das 1:0 ist noch dazu Abseits! Das ist ganz bitter für die Austria! 10 starke Minuten reichen.

Was heißt das für den Aufstieg? Bremen ist mit zehn Punkten aufgestiegen. Funchal und Bilbao trennen sich 1:1. Damit sind die Spanier mit sieben Zählern bei zwei ausstehenden Spielen ebenfalls so gut wie weiter. Denn Austria und Funchal halten nur bei zwei Punkten.

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Werder-Bremen-Coach Thomas Schaaf freute sich über den Aufstieg: "Wir haben es jetzt schon nach vier Spielen geschafft. Das ist schon sehr gut. Wir haben uns sehr schwergetan und hinten teilweise fahrlässig gespielt." Zur Leistung von Keeper Wiese meinte der Trainer: "Wir wissen ja: Da ist einer hinten drin, der uns den Rücken freihält."

Tim Wiese (Bremen-Tormann): "Die Austria war die bessere Mannschaft, wir haben absolut scheiße gespielt."

Karl Daxbacher (Austria-Coach) ärgerte sich über die vergebenen Chancen und die schwache Leistung der Schiedsrichter: "Wir haben in der ersten Hälfte zwei große Chancen gehabt, aber leider nicht genutzt. Und anscheinend ist uns auch ein Elfer vorenthalten worden. Das Führungstor von Bremen war klar abseits, dafür brauchen wir nicht zwei zusätzliche Unparteiische am Spielfeldrand."

Marin Leovac (Austria-Außenverteidiger): "Wir waren in der erste Hälfte die bessere Mannschaft. Im Finish hat Bremen seine Klasse gezeigt. Wir haben aber mit Pech verloren."

Zlatko Junuzovic (Austria-Mittelfeldspieler): "Wir sind alle restlos hin. Das jetzt in Worte zu fassen, ist schwierig. Wir haben 80 Minuten extrem gekämpft. Wir haben Chancen gehabt, eigentlich unglaublich, dass man in Bremen so viele Chancen haben kann. Wenn man die Tore nicht macht, dann kriegt man sie hinten. Bitter, dass es abseits war. Es waren noch ein paar Fehlentscheidungen wie der nicht gegebene Elfmeter an Leo(vac). Bremen ist eine Spitzenmannschaft, das hat man gesehen. Die holen sich die drei Punkte, und wir stehen mit leeren Händen da."

Thomas Parits (Austria-Sportdirektor): "Wir haben heute eine gute Leistung geboten, vor der Pause einige gute Möglichkeiten gehabt. Uns wurde ein Elfmeter nicht gegeben. Das erste Tor war klar abseits. Das sind Entscheidungen, die uns heute leider benachteiligt haben. Die Möglichkeiten hätten wir nützen müssen, wir sind zweimal alleine auf den Tormann gelaufen. Wenn wir in Führung gegangen wären, wäre einiges drin gewesen."

Europa-League (Gruppe L/4. Runde):
SV Werder Bremen - FK Austria Wien 2:0 (0:0).
Bremen, Weserstadion, 25.000, SR Stefan Johannesson (SWE).
Tore: Borowski (81.), Almeida (84.)
Werder: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Niemeyer (74.Jensen) - Bargfrede (46. Almeida), Borowski - Özil - Hunt, Marin (60.Rosenberg)
Austria: Safar (46. Almer) - Klein, Bak, Dragovic, Leovac -Hattenberger - Sulimani (83. Diabang), Junuzovic, Liendl (74.Baumgartlinger), Acimovic - Schumacher
Gelbe Karten: Bargfrede bzw. Hattenberger

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