Montag, 17 August 2009

Bleibt die Renault-Sperre aufrecht?

Muss Fernando Alonso beim Heimrennen in Valencia tatsächlich zuschauen? sportnet.at sagt Ihnen, wie die Berufungsverhandlung in der "-Rad-Affäre" voraussichtlich ausgehen wird.
Der Schock saß tief: Nach Fernando Alonsos Radverlust beim GP von Ungarn sperrte die FIA das Renault Team für das nächste Rennen – dabei handelt es sich ausgerechnet um den Grand Prix von Europa in Valencia, Alonsos Heimrennen.

Warum wurde Renault so hart bestraft?
Der Grund für das harte Urteil: Nach dem Fehler beim Boxenstopp hielt man den Spanier weder in der Boxengasse per Funk auf, noch informierte man ihn über die gefährliche Situation. Das nicht angeschraubte Rad sprang über die Strecke, traf aber gottseidank kein anderes Auto. Nur einen Tag nach dem furchtbaren Zusammenprall von Felipe Massa mit einer Metall-Feder von Rubens Barrichellos Auto kannte die FIA in diesem Fall keine Gnade.

Doch Renault ging gegen die Valencia-Sperre in die Berufung – und Team-Manager Steve Nielsen verteidigte sich am Montag vor dem FIA-Gericht: "Wir haben einen Fehler gemacht, doch das Vergehen rechtfertigt diese Strafe nicht. Das ist unfair!" Das Urteil wird für Dienstag erwartet.

Welche Chancen darf sich Renault ausrechnen?
Was wird jetzt passieren? Es ist nicht davon auszugehen, dass die Sperre aufrecht erhalten wird. Nachdem bereits viele Fans von Michael Schumacher in Erwartung des Sensations-Comebacks umsonst Tickets gekauft haben, ist der Großteil der Valencia-Zuschauer noch viel schlechter dran: Sie kommen ausschließlich wegen ihres National-Helden Fernando Alonso nach Valencia, sollte er nicht fahren können, wäre dies ein Fiasko für die Veranstalter.

Vermutlich wird die FIA die Sperre in eine saftige Geldstrafe umwandeln. So zeigt der Automobilweltverband einerseits, dass man Fahrlässigkeit mit möglicherweise fatalem Ausgang auch in Zukunft nicht dulden wird, zudem versöhnt man die spanischen Rennfans, wichtige Sponsoren und die Veranstalter des Stadtrennens in Valencia.

Bewerten Sie diesen Artikel: --SchlechtNicht so gutOkGutHervorragend++
Zur Bewertung klicken Sie mit Ihrer Maus auf den entsprechenden Stern.

Mehr Formel 1 auf MSN

formel 1, rosberg, heidfeld (GEPA pictures)

Nächste Transfer-Bombe! Nico Rosberg wechselt zum neuen Mercedes-Werksteam. Rubens Barrichello, Ex-Teamkollege von Weltmeister Button, nimmt den Platz des Deutschen bei Williams ein.