Dienstag, 11 August 2009

Schumacher sagt Comeback ab!

Michael Schumacher sagt auf seiner offiziellen Homepage sein für das Rennen in Valencia geplante Comeback bereits heute ab.
Michael Schumacher wird am 23. August nicht beim großen Preis von Europa in Valencia starten. Damit muss der 40-Jährige bereits heute Fans und Medien auf seiner Website enttäuschen. Die Probleme mit seinem Genick, das sich der Deutsche bei einem Motorradsturz im Februar verletzt hatte, erwiesen sich als zu große Gefahr für ein Rennen.

Heute und morgen hätten eigentlich noch abschließende Tests und Trainingsfahrten durchgeführt werden sollen. Am Mittwoch hätte dann die Entscheidung fallen sollen, ob Schumacher in knapp zwei Wochen als Ersatz für Felipe Massa starten wird oder nicht (sportnet.at berichtete). Nach Problemen mit dem Genick hat der Deutsche, genauso wie seine Physiotherapeuten und Ärzte, immer wieder darauf hingewiesen, dass er zwar sehr bestimmt auf sein Comeback hinarbeite. Letztlich ginge die Gesundheit aber immer vor.

Schumacher: "Ich bin zutiefst enttäuscht"
Michael Schumacher zeigt sich auf seiner offiziellen Webpräsenz ernüchtert und niedergeschlagen. Er habe "alles versucht, was medizinisch und therapeutisch machbar ist", lässt der siebenfache Formel 1-Champion verlautbaren. Weiter: "Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und alle Fans, die mir die Daumen gedrückt haben."

In Maranello teilte Ferrari unterdessen mit, dass der Ersatz für Felipe Massa der Italiener Luca Badoer sein soll. Der 28-Jährige ist seit 1997 Testfahrer bei Ferrari, nach mehr als zehn Jahren gibt auch er nun sein Comeback in der Formel 1. Historisches Detail: 1999 machte sich Badoer bereits schon einmal Hoffnungen, Ersatz für Schumacher sein zu dürfen, nachdem dieser sich beim Grand Prix von Großbritannien das Bein gebrochen hatte. Letztendlich sprang aber der Finne Mika Salo für den verletzten Schumacher ein. Nun kann es ihm Badoer gleich tun.

Alle Stimmen zur Absage von Michael Schumachers Comeback lesen Sie auf Seite 2!

Luca di Montezemolo (Ferrari-Präsident): "Mir tut es sehr leid, dassdieses Problem die Rückkehr von Michael gestoppt hat. Seine Rückkehrhätte der Formel 1 sicher gutgetan. Und ich bin sicher, dass erwieder um den Sieg mitgekämpft hätte. Im Namen Ferraris und allerTifosi will ich Schumacher wegen seiner Hingabe zum Team 'Danke'sagen."

Ralf Schumacher (Bruder, Ex-Formel-1-Pilot): "Sehr schade für alle,die sich auf Michaels Comeback gefreut hatten, aber die Entscheidungist rundherum zu akzeptieren. Es ist absolut klar, dass einbelastender Formel-1-Einsatz nicht möglich ist, wenn dergesundheitliche Zustand dies nicht zulässt."

Niki Lauda (dreifache Formel-1-Weltmeister): "Das ist natürlichfürchterlich. Ich bin mir sicher, dass er alles versucht hat, ummedizinisch fit an den Start zu gehen. Ich bin mir sicher, dass ersich jetzt nicht wohlfühlt, weil er alles machen wollte, um zufahren."

Reiner Ferling (2. Vorsitzender des Michael-Schumacher-Fanclubs inKerpen): "Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, als ob jemandeinen Schalter umgelegt hätte. Ich hatte doch bereits Karten für dasComeback bestellt und ein Hotelzimmer reserviert. Ich wäre ja inerster Linie wegen Michael hingefahren."

Joachim Löw (Deutscher Fußball-Teamchef): "Als er sein Comebackangekündigt hat, habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die RückkehrSchumachers hätte die Formel 1 aufgewertet, die Spannung wäre insUnermessliche gestiegen. Er wird seine Gründe haben. Es ist schade."

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