Donnerstag, 05 November 2009

Unglaublich! Salzburg fast durch

1:0 in Sofia. Red Bull Salzburg gewinnt auch das vierte -Europa League-Spiel. Fränky Schiemer trifft in der Nachspielzeit. Die Bullen halten nun bei zwölf Punkten.
fußball, salzburg, fränky schiemer, europa
GEPA pictures
Drei Minuten sind gespielt, drei Chancen haben die Salzburger in dieser Zeit. Janko, Leitgeb und Afolabi. Allesamt gute Einschussmöglichkeiten. Treffer fällt aber keiner. Dennoch ist klar ersichtlich, Salzburg will das Spiel gewinnen. Nach zehn Minuten ist es wieder Janko, der vor Petkow auftaucht. Die Bullen nähern sich weiter an. Janko taucht zum dritten Mal vor dem Lewski-Tor auf. Dieses Mal trifft er die Stange. Eine klare Führung Salzburgs wäre verdient gewesen.

>>Tabellen: So schaut's für die heimischen Klubs aus!<<

Insgesamt ist es aber ein munteres Spiel. Auch der bulgarische Meister ist durchaus in der Lage Chancen herauszuspielen. Nach einer Viertelstunde klopft Yowow bei Goalie Gustafsson an. Ein erster Warnschuss. Anschließend taucht Lewski immer wieder über die rechte Seite auf. Salzburgs Linksverteidiger Ulmer hat große Mühe und wirkt nicht immer sattelfest.

Sofia wird stärker
Je länger das Spiel dauert, desto besser kommt Lewski ins Spiel. Die Bullen geben die Partie immer mehr aus der Hand. Überragend sind jedoch die beiden Innenverteidiger Sekagya und Afolabi. Sie stehen wie eine Mauer. Ist gegen Ende der ersten Hälfte Lewski spielbestimmend, haben die Salzburger die Bulgaren in der zweiten Hälfte wieder besser im Griff. Die Bullen versuchen den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Was fehlt, sind große Torchancen.

Bis zur 62. Minute: Da ist Petkow mit seinen Gedanken definitiv nicht auf dem Rasen. Er dribbelt mit dem Ball aus dem Strafraum und verliert ihn. Janko luchst dem Lewski-Keeper das Leder ab. Svento zieht auf das leere Tor zu, wird aber von Sarmow umgegrätscht. Er sieht Rot, Salzburg wird jedoch um ein Tor gebracht.

Schiemer trifft in Minute 93
Baltanow hat kurz darauf den Führungstreffer auf dem Fuß, weil Salzburgs Abwehr kurz nicht aufpasst. Der Ausschluss hat dem Spiel der Salzburger aber nicht wirklich gut getan. Die Bulgaren kommen mit zehn Mann zu einigen guten Konterchancen. Souverän ist es nicht, was Salzburg in der Schlussphase zeigt, aber es sollte noch zu einem Sieg reichen.

Denn nach einem weiten Einwurf von Schwegler netzt Schiemer in der 93. Minute per Kopf ein. Die Bullen bleiben damit weiter ohne Punktverlust. Die Runde der letzten 32 ist zum Greifen nahe. Ein Remis gegen Lazio am 2. Dezember in Salzburg würde dafür reichen.

Auf der nächsten Seite finden Sie die Statistiken und die Stimmen zum Spiel.

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Der Glaube an den Sieg war ausschlaggebend. Wir haben uns das Quäntchen Glück erkämpft. Wir hatten schon in den ersten zehn Minuten vier, fünf Chancen, da hätten wir eine oder zwei reinhauen müssen. Dann hätten wir ruhiger spielen können. Aber es ist mir lieber ein Tor in der letzten Minute zu erzielen, als in der ersten Minute, denn dann kann der Gegner nicht mehr zurückkommen. Wir haben aber zu früh mit langen Bällen begonnen und hätten mehr über die Seiten spielen müssen."

Zur Ausgangssituation: "Es ist super. Wir sind aber noch immer nicht da, wo wir hinwollen, haben noch nichts erreicht. Wir müssen noch weiter punkten. Ich hoffe auch, dass Lewski seine Pflicht nun gegen Villarreal erfüllt, ich finde, dass sie eine gute Mannschaft haben."

Dietmar Beiersdorfer: "Die Mannschaft hat sehr konzentriert angefangen, die ersten 10, 15 Minuten waren sehr gut. Leider ist uns kein Tor gelungen. In der Folge haben wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben. In einigen Phasen hatten wir das nötige Glück, aber es spricht für die Mannschaft, wenn man bis zum Schluss kämpft und daran glaubt, dass man noch ein Tor schießen kann."

Antoni Zdrawkow (Lewski-Trainer): "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und hatten den Willen zu siegen. Nach den Problemen der Anfangsphase haben wir das Spiel kontrolliert. Der Knackpunkt war die Rote Karte. "

Gruppe G, 4. Runde: Lewski Sofia - Red Bull Salzburg Endstand 0:1 (0:0)
Stadion Georgi Asparuhow, 6.000, SR Cüneyt Cakir/TUR
Tor: 0:1 (93.) Schiemer
Rote Karte: Sarmow (62./Torraub)
Lewski: Petkow - Milanow, Rabeh, Miliew, Minew - Sarmow, Bardon - Ze Soares, Tasewski (75. Krastowtschew), Dimitrow (81. Joaozinho) - Jowow (64. Baltanow)
Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Afolabi (87. Jezek), Ulmer - Schiemer - Tchoyi, Leitgeb, Pokrivac, Svento (73. Zickler) - Janko
Gelbe Karten: Bardon, Rabeh bzw. Zickler

Bewerten Sie diesen Artikel: --SchlechtNicht so gutOkGutHervorragend++
Zur Bewertung klicken Sie mit Ihrer Maus auf den entsprechenden Stern.

Mehr Sport auf MSN

felix gottwald (GEPA pictures/ Marie Rambauske)

Die Widersprüche des Felix Gottwald (33): Warum er Journalist ist und keine Zeitung liest, warum er nie wieder Spitzensportler sein wollte und doch wieder angefangen hat. Und: Warum er Schritt für Schritt für Olympia plant und trotzdem nicht weiß, wie's weitergeht.