Mittwoch, 04 November 2009

Keine Stars mehr in Spanien?

Das "-Beckham-Gesetz" soll fallen - jetzt bangt ganz Spanien um seine -Fußball-Stars. Gibt's sogar Streik?
real madrid, kaka
GEPA pictures/ Panoramic
"Das Vorhaben bedeutet das Aus für die spanische Liga der Stars", sagt Javier Tebas, Vizepräsident der Fußball-Liga LFP. Hintergrund: Die spanische Regierung will das "Beckham-Gesetz", wonach ausländische Star-Kicker vom Spitzensteuersatz (43 Prozent) befreit sind, stürzen.

Kein Geld für den Fiskus
Seit David Beckham im Jahr 2003 zu Real Madrid wechselte, mussten Superstars wie der Engländer nur 24 Prozent ihres Jahresgehalts an den Fiskus abliefern. Positiv für die Liga - denn das "Beckham-Gesetz" machte Cristiano Ronaldo, Zlatan Ibrahimovic und Co. einen Wechsel nach Spanien erst recht schmackhaft.

Jetzt zittert ganz Spanien um seine Stars. Sogar ein Streik steht im Raum! Damit droht LFP-Boss Jose Luis Astiazaran, der sagt: "Die Steuerpläne der Regierung werden zur Folge haben, dass die spanische Liga nicht mehr die beste der Welt sein wird."

Kein Gesetz für Ronaldo und Co.
Die Gesetzes-Novelle soll jedoch nur für künftige Vertragsabschlüsse gelten. Bereits in Spanien engagierte Stars werden erst in fünf Jahren davon betroffen sein. "In der Krise müssen alle den Gürtel enger schnallen", verteidigt Jose Antonio Alonso, Chef der regierenden Sozialisten, das Vorhaben.

Finanzministerin Elena Salgado will ebenfalls nichts von einem "Aussterben der Stars" wissen. "Spanien wird auch in Zukunft eine ausgezeichnete Liga haben. "Das Gesetz war außerdem eigentlich nicht für Fußballer gedacht, sondern sollte anerkannte Wissenschafter und Erfinder nach Spanien locken."

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