| Mittwoch, 04 November 2009 | |
Toyota zieht sich zurück
Der weltgrößte Autobauer Toyota zieht sich laut einem Bericht der japanischen Zeitung "Mainichi" aus der Formel 1 zurück.
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GEPA pictures |
Damit wäre Toyota nach Honda (Dezember 2008) bereits der zweite große japanische Autobauer, der sein Engagement in der Königsklasse beendet. Toyota erlebt derzeit die stärkste Krise seit der Gründung des Unternehmens 1937. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Asiaten aller Voraussicht nach zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen schreiben.
-Eine Toyota-Sprecherin wollte den Bericht über den Ausstieg zunächst nicht kommentieren. Laut der Zeitung soll der Ausstieg trotz einer bestehenden Vereinbarung mit Hauptsponsor Panasonic am Mittwoch bekannt gegeben werden. Toyotas Budget wird jährlich auf 300 Millionen Dollar geschätzt. Sieg konnte in der abgelaufenen Saison dennoch keiner eingefahren werden.
Auf Seite 2 lesen Sie die zehnjährige F1-Chronologie Toyotas:
1999: Toyota-Direktor Akihiko Saito verkündet: "Die Formel 1 wirddie bisher größte Herausforderung in der Firmengeschichte sein. Nochnie zuvor haben wir im Motorsport so viel Geld investiert. Wir wollenuns dem Wettbewerb stellen, so schnell wie möglich."
2000: Das Formel-1-Projekt wird mit Hochdruck vorangetrieben. ErsteMotoren-Werkstests, ein Chassis-Prototyp wird montiert.
2001: Der Formel-1-Prototyp wird auf der Teststrecke des Paul Ricardin Südfrankreich vorgestellt.
2002: Das Formel-1-Debüt: Mika Salo, Japaner, wird in AustralienSechster. Es haperte aber in der weiteren Saison an derZuverlässigkeit. Am Ende: Vorletzter in der Konstrukteurswertung mitmickrigen zwei Punkten.
2003: Neue Fahrer sollen es richten. Salo und Alan McNish werdendurch Olivier Panis und Cristiano da Matta abgelöst. Viel besser wirdes nicht. 16 Punkte - achter Platz in der Konstrukteurswertung.
2004: Es wird nicht besser, im Gegenteil. Neun Punkte auf dem Konto,erneut Platz acht bei den Konstrukteuren. Ricardo Zonta und JarnoTrulli kamen gegen Ende der erneut erfolglosen Saison.
2005: Ralf Schumacher startet für Toyota. Siehe da, leichterAufwärtstrend. Mit Platz vier bei den Konstrukteuren Toyotas bestesJahr. Zwei zweite Plätze (Trulli), zwei Dritte (Schumacher).
2006: Rückfall. Nur Platz 6 bei den Teams. Gerade einmal 35 Punkte,nur ein Podestplatz. Schumacher Dritter in Australien.
2007: Es kommt noch schlimmer. 13 Punkte holen Schumacher undTrulli. Konstrukteurs-Sechster.
2008: Besser, aber doch nur Mittelmaß. Glock sorgte mit Platz zweiin Ungarn für den Glanzpunkt, Trulli noch einmal Dritter (Frankreich)- ansonsten Tristesse: 5. Platz.
2009: Wieder Team-Fünfter. Glock Zweiter in Singapur, Trulli Zweiterin Japan - am 4. November verkündet Toyota den Ausstieg.
-Eine Toyota-Sprecherin wollte den Bericht über den Ausstieg zunächst nicht kommentieren. Laut der Zeitung soll der Ausstieg trotz einer bestehenden Vereinbarung mit Hauptsponsor Panasonic am Mittwoch bekannt gegeben werden. Toyotas Budget wird jährlich auf 300 Millionen Dollar geschätzt. Sieg konnte in der abgelaufenen Saison dennoch keiner eingefahren werden.
Auf Seite 2 lesen Sie die zehnjährige F1-Chronologie Toyotas:
1999: Toyota-Direktor Akihiko Saito verkündet: "Die Formel 1 wirddie bisher größte Herausforderung in der Firmengeschichte sein. Nochnie zuvor haben wir im Motorsport so viel Geld investiert. Wir wollenuns dem Wettbewerb stellen, so schnell wie möglich."
2000: Das Formel-1-Projekt wird mit Hochdruck vorangetrieben. ErsteMotoren-Werkstests, ein Chassis-Prototyp wird montiert.
2001: Der Formel-1-Prototyp wird auf der Teststrecke des Paul Ricardin Südfrankreich vorgestellt.
2002: Das Formel-1-Debüt: Mika Salo, Japaner, wird in AustralienSechster. Es haperte aber in der weiteren Saison an derZuverlässigkeit. Am Ende: Vorletzter in der Konstrukteurswertung mitmickrigen zwei Punkten.
2003: Neue Fahrer sollen es richten. Salo und Alan McNish werdendurch Olivier Panis und Cristiano da Matta abgelöst. Viel besser wirdes nicht. 16 Punkte - achter Platz in der Konstrukteurswertung.
2004: Es wird nicht besser, im Gegenteil. Neun Punkte auf dem Konto,erneut Platz acht bei den Konstrukteuren. Ricardo Zonta und JarnoTrulli kamen gegen Ende der erneut erfolglosen Saison.
2005: Ralf Schumacher startet für Toyota. Siehe da, leichterAufwärtstrend. Mit Platz vier bei den Konstrukteuren Toyotas bestesJahr. Zwei zweite Plätze (Trulli), zwei Dritte (Schumacher).
2006: Rückfall. Nur Platz 6 bei den Teams. Gerade einmal 35 Punkte,nur ein Podestplatz. Schumacher Dritter in Australien.
2007: Es kommt noch schlimmer. 13 Punkte holen Schumacher undTrulli. Konstrukteurs-Sechster.
2008: Besser, aber doch nur Mittelmaß. Glock sorgte mit Platz zweiin Ungarn für den Glanzpunkt, Trulli noch einmal Dritter (Frankreich)- ansonsten Tristesse: 5. Platz.
2009: Wieder Team-Fünfter. Glock Zweiter in Singapur, Trulli Zweiterin Japan - am 4. November verkündet Toyota den Ausstieg.
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